Therapie mit NEMOS®

Was ist NEMOS und wie funktioniert NEMOS?

Der transkutane Vagusnervstimulator NEMOS besteht aus einer Stimulationseinheit und einer speziellen Ohrelektrode. Die elektrischen Impulse werden durch die Stimulationseinheit erzeugt, die in etwa die Größe eines herkömmlichen Mobiltelefons hat. Diese ist mit der Ohrelektrode verbunden, die man wie einen Ohrhörer trägt. Die Impulse werden über die Ohrelektrode durch die Haut an einen Ast des Vagusnervs abgegeben.

Wie wird NEMOS angewendet?

Die Therapie mit NEMOS erfolgt selbstständig durch Sie als Patient. Die voreingestellte Tages-Stimulationsdosis beträgt 4 Stunden und sollte über mehrere, gleichmäßig über den Tag verteilte Therapieanwendungen erreich werden. Es sollte dabei immer eine Stunde durchgängig stimuliert werden. Bei Bedarf, zum Beispiel vor einem Anfall, kann über die voreingestellten 4 Stunden hinaus stimuliert werden.

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Die Stimulationsintensität reguliert jeder Anwender selbst und passt sie seiner individuellen Empfindung an, die von Tag zu Tag oder auch während einer Anwendung variieren kann. Die Stimulationsintensität sollte so gewählt werden, dass ein Kribbeln oder Pulsieren zu spüren ist. Die Stimulation sollte also deutlich spürbar, aber nicht schmerzhaft oder unangenehm sein.

Für die Therapie mit NEMOS ist weder eine Operation, noch ein stationärer Aufenthalt notwendig. Während der Stimulation können Sie weitestgehend Ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen. So lässt sich NEMOS einfach in Ihren Alltag integrieren.

Wie wirksam ist NEMOS?

Die meisten Therapieverfahren zur Behandlung von Epilepsien, wie zum Beispiel die medikamentöse Therapie, die Tiefenhirnstimulation und die invasive Vagusnervstimulation, sind keine Akuttherapien. Dies gilt auch für die Therapie mit NEMOS. Auch wenn Sie auf die Therapie mit NEMOS ansprechen, so tritt der Effekt in der Regel erst mit einer Verzögerung von einigen Wochen bis Monaten ein.
Wie bei allen Therapieformen besteht auch bei der Behandlung mit NEMOS keine Erfolgsgarantie. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass einige Patienten nicht ausreichend auf die Therapie ansprechen. Daher gibt es eine 6-monatige Testphase, nach der das Gerät unter Teilerstattung des Kaufbetrages wieder zurückgegeben werden kann.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Die t-VNS ist eine nebenwirkungsarme Therapiealternative. Dies konnte durch die Auswertung von über 300 Patienten- und Probandendaten, die im Rahmen von Studien mit der t-VNS behandelt wurden, gezeigt werden. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Juckreiz, Missempfindungen im Bereich der äußeren Ohrmuschel und lokale Schmerzen am Stimulationsort. In der Regel klingen diese Nebenwirkungen nach Beendigung der Stimulation rasch ab.*

* Vigilanzdaten cerbomed GmbH

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NEMOS® - zur Behandlung von Epilepsien

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